Dresdner Massagestudios vor dem AUS - Rettungsaktionen!

 

Liebe Gäste,
die Dresdner Massagestudios (z. B. Sinnesart, die Massageengel, Royal und Venezia) stehen vor dem AUS. Der Grund dafür ist ein neues Gesetz, das für sexuelle Dienstleistungen einschränkende Regelungen vorsieht und MasseurInnen und Prostituierte stigmatisiert. Das Gesetz ist jetzt nicht mehr zu ändern, aber das Ausführungsgesetz für Sachsen und diesbezügliche Bestimmungen könnten dahingehend gestaltet werden, dass unsere Existenz weiterhin ermöglicht wird.

Dafür haben sich die betroffenen Dresdner Massagestudios zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Wir setzen nicht auf Konfrontation, sondern auf Aufklärung, zumal wir gemerkt haben, wie wenig über die Auswirkungen des Gesetzes bekannt ist. Wir suchen den Kontakt zu den Behörden, die über unsere Zukunft entscheiden, und wollen sie für kluge Entscheidungen im Sinne aller; Gäste, MasseurInnen und Betreiberinnen, gewinnen. Da wir bisher wenig Gehör fanden, baten wir die Politiker um Hilfe, die über das Ausführungsgesetz demnächst im Sächsischen Landtag abstimmen.

Wir brauchen jedoch auch Ihre Unterstützung, um zu zeigen, dass es nicht um ein paar wenige Außenseiter geht, sondern um eine ganze Branche mit einer wichtigen Funktion für das emotionale, spirituelle und sexuelle Gleichgewicht in der Gesellschaft und mit einer wichtigen Aufklärungsfunktion.

Wir fordern:

1. Die Dresdner Sperrgebietsverordnung muss eine Ausnahmeregelung für „stilles Gewerbe“ enthalten für die „Umkreisregelung“ (§2 Abs.1b) - mehr Infos dazu HIER. Normalerweise dürfen sich in einem 200 Meter-Umkreis um ein Studio (außerhalb des eigentlichen Sperrgebietes) keine Schulen, Kindereinrichtungen, Altenheime, Friedhöfe u.ä. befinden. Das macht es in Dresden unmöglich, für ein Studio die künftige Erlaubnis zum Betreiben zu erhalten. Mit einer Ausnahmeregelung könnten wir voraussichtlich die Konzession erhalten.

2. Wir fordern, dass keine Kosten erhoben werden. Geplant sind Kosten für die Konzession sowie für die Zwangsberatungen der MasseurInnen. Dies könnte es erforderlich machen, die Preise anzuheben oder die Studios zu schließen. 

3. MasseurInnen müssen sich als Prostituierte registrieren lassen, auch wenn in den betreffenden Studios kein Sexualverkehr angeboten wird, sondern sinnliche Massagen. Die meisten unserer Masseurinnen und Masseure üben ihre Tätigkeit nebenberuflich aus, z.B. als Studierende. Für die spätere Berufswahl oder den jetzigen Beruf bzw. die Karriereplanung kann eine solche Registrierung verheerende Folgen haben, zumal wir nicht wissen, was mit den Daten passiert. Wir fordern Transparenz in Bezug auf die Verwendung der Daten: Wer erhält Einsicht und wo wird der verhängnisvolle Eintrag gespeichert? Wann wird die Registrierung wieder gelöscht? Wie sicher sind die Daten überhaupt? (Hier ist nicht die Anmeldung der Tätigkeit als solche gemeint. All unsere MasseurInnen haben ihre Tätigkeit gewerblich oder freiberuflich angemeldet, z.B. als Entspannungsmasseurin.)

Wie Sie uns unterstützen können

Abgeordnete kontaktieren: Es hilft sehr, wenn Sie einen Abgeordneten Ihrer Wahl anschreiben, anrufen oder aufsuchen. Das geht übrigens auch anonym, indem Sie zum Beispiel eine gesonderte E-Mail-Adresse oder einen anderen Namen benutzen. Sie können dazu unseren MUSTERBRIEF verwenden, den Sie ganz nach Gusto verändern können. Bitte haben Sie immer im Hinterkopf: Sie können nicht den Falschen kontaktieren oder etwas Falsches schreiben. Es ist wichtig, dass das Thema überhaupt Gehör findet. Also: Ran an die Tasten! 

 

Informiert bleiben und Weitersagen: Abonnieren Sie HIER unseren Sonder-Newsletter, mit dem wir Sie regelmäßig über den Stand der Dinge auf dem Laufenden halten. Je mehr Menschen von unserem Aktionsbündnis erfahren, umso besser. Wir freuen uns über jeden Unterstützer. Erzählen Sie Ihrem Umfeld gern von der aktuellen unhaltbaren Situation.

 

 

AG Öffentlichkeitsarbeit: Wenn Sie mehr Informationen brauchen oder aktiv werden möchten - kommen Sie zu unserer AG Öffentlichkeitsarbeit zur Rettung der Dresdner Massagestudios". Nächster Termin: 2. Februar, 10.00 - 12.00 Uhr. Bitte sprechen Sie Ihr Kommen mit Katrin Laux ab (katrin.laux@sinnesart.de). Wir teilen Ihnen dann auch den Ort des Treffens mit, der sich in der Dresdner Neustadt  befindet.

 

 

Weitere Schritte: Später bitten wir Sie hier an dieser Stelle darum, weitere Aktionen zu unterstützen, z. B. eine Petition, eine Kundgebung oder ein Crowdfunding-Projekt für Anwaltskosten. Auch laden wir in Bälde zu einem Infofrühstück für Abgeordnete und Pressevertreter ein.

 

 

Warum wir weiterhin unsere Dienstleistungen anbieten wollen – unser Beitrag

Auch Sinnesart als „Zentrum für Berührungskunst“ leistet seit 15 Jahren einen wichtigen gesellschaftlich-kulturellen und finanziellen Beitrag. Unsere Angebote sind - wenn überhaupt - längst nicht mehr nur dem Sektor „sexueller Dienstleistungen“ zuzurechnen. Mittlerweile werden wir von Ärzten, Therapeuten und anderen Berufsgruppen empfohlen, weil bei uns Ganzheitlichkeit und wohltuende und förderliche Aspekte im Vordergrund stehen. Unsere Massagegäste und Veranstaltungsteilnehmer sind Singles wie Paare sowie Frauen und Männer jeden Alters aus ganz Deutschland und dem Ausland. Für sie stellt ein Bordell auf Grund der Gegensätzlichkeit der Angebote absolut keine Alternative dar.

Mit einem „Aus“ der Dresdner Massagestudios würden mehr als 80 MitarbeiterInnen teilweise oder ganz ihre Existenzgrundlage verlieren. Darunter sind viele Frauen, die allein für den Lebensunterhalt ihrer Familien aufkommen müssen. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen!

Wir danken Ihnen vorab herzlich für Ihre Hilfe! Wir geben auch weiterhin unser Bestes dafür, dass Sie sich bei uns entspannen und neue Kraft tanken können. Ihre Dresdner Massagestudios

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert - hier finden Sie immer die aktuellen Informationen zum Stand der Dinge und zu unseren Aktionen.